Gemeinschaftswohnprojekt in Ladenburg

Was soll entstehen

In der Ladenburger Nordstadt wird in den nächsten Jahren ein neues Quartier entstehen. Wir wollen dort ein gemeinschaftliches Wohnprojekt für alle Generationen mit sinnvollen sozialen Strukturen für die Zukunft aufbauen, da wir uns der Probleme und Herausforderungen des demografischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels bewusst sind.
Durch den aktiven Einbezug der Menschen, die später im Quartier leben werden, erreichen wir eine hohe Passgenauigkeit der Wohn- und Versorgungsangebote, eine bedarfsgerechte Infrastruktur und eine hohe Identifikation mit dem Wohnquartier. Die Nachbarschaften entstehen nicht erst nach dem Einzug, sondern bereits in der Planungs- und Entwicklungsphase.
Wir setzen auf eine lebendige und gute Nachbarschaft und den Austausch mit BürgerInnen und Institutionen, die unsere Werte und Zielsetzungen teilen. Wir sehen VIELFALT als Bereicherung und möchten mit unserem Projekt etwas anbieten, das sich an alle BürgerInnen richtet, die etwas bewegen wollen: für sich selbst und ihr Zusammenleben oder für Menschen, die unsere Unterstützung brauchen.

Wie gehen wir vor

Das Projekt ist offen für alle aufgeschlossenen und an Gemeinschaft interessierten Menschen, insbesondere aus Ladenburg und der Region selbst. Wir sind offen für weitere Mitwirkende, die sich in unser Projekt aktiv einbringen möchten. Es geht um Mitwirkung und Mitbestimmung, es geht darum, gemeinsam an Ideen und der Realisierung zu arbeiten, uns kennenzulernen und Schritt für Schritt eine verlässliche und handlungsfähige Gemeinschaft aufzubauen. Der Herausforderung, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, wollen wir uns stellen. Der von uns angestrebte Mix an Eigentumsformen wie genossenschaftlichem Wohnen, Mietwohnungen und Wohneigentum kann differenzierte Möglichkeiten bieten, den verschiedenen finanziellen Potentialen der Beteiligten gerecht zu werden.

Unsere Vorstellung eines sozialen und kulturellen Quartierszentrums

Wir sind der Überzeugung, dass ein neu entstehender Stadtteil eine „Soziale Mitte“ braucht, einen Ort der kulturellen und sozialen Vielfalt, der Begegnung und des Engagements, an dem sich öffentliche Angebote konzentrieren und an dem Begegnung stattfindet. Mit unserem Angebot eines Nachbarschafts- und Quartierszentrums mit seinen unterschiedlichen Einrichtungen wollen wir einen erheblichen sozialen Mehrwert für BewohnerInnen gleichermaßen wie für unsere NachbarInnen schaffen. Wir wollen bestehende Angebote sinnvoll ergänzen und uns unterstützend in den Stadtteil integrieren.

Wie lässt sich das umsetzen?

Soziale Mehrwerteinrichtungen

Soziales Leben ist mehr als Wohnen. Deshalb gehören Gewerbe- und Gemeinbedarfsflächen für sozial ausgerichtete Institutionen mit zu unserem Konzept. Ein kleiner Nahversorger und eine Café-Fläche können eine „Versorgung der kurzen Wege“ möglich machen und dadurch auch Orte der Begegnung schaffen. Wir haben des Weiteren festgelegt, dass sich alle GesellschafterInnen an der Schaffung von Gemeinschaftsräumen beteiligen, was eine zusätzliche gemeinschaftlich zu nutzende Fläche in der Größenordnung von etwa 5 Prozent der Gesamtwohnfläche des Projektes generiert. Einige dieser Räume sollen für alle BewohnerInnen des Quartiers offen sein, aber auch der erweiterten Nachbarschaft oder Ladenburger Vereinen und anderen Gruppen zur Verfügung gestellt werden können. Dabei sind unterschiedliche Nutzungsoptionen denkbar, wie z. B. Werkstatt- und Veranstaltungsräume, eine Gemeinschaftsküche, geschützte Spielplätze, Gästewohnungen, Coworking-Space. Wir sind offen für soziale Einrichtungen, wie z. B. eine Kindertagesstätte oder Geschäftsräume für therapeutische und soziale Dienstleistungen. Voraussetzung dafür ist das Augenmerk auf eine ausgewogene Mischung von Wohnen und sozial-gewerblicher Nutzung, damit das Quartier langfristig und dauerhaft mit Leben gefüllt werden kann.

Vorgesehene Architektur- und Wohnungsausstattung

Geplant sind unterschiedliche Wohntypologien, um jedem Alter und vielfältigen Bedürfnissen gerecht zu werden. So sollen Wohnungen in unterschiedlichen Größen möglich sein, die durch eine horizontale und vertikale Schaltbarkeit flexibel gestaltet werden können und sich dadurch an die Entwicklungen der jeweiligen Lebenssituation anpassen. Investitionen in eine weitestgehend barrierefreie Wohnanlage erhöhen Attraktivität und Wohnkomfort. Wir sehen es als architektonische Herausforderung an, Häuser zu bauen, die ein nachbarschaftliches Miteinander ermöglichen und fördern.

Umweltfreundlichkeit und ökologische Nachhaltigkeit

Wir streben eine zukunftsfähige und nachhaltige Bauweise an. Ein sparsamer Umgang mit Ressourcen im Bau und Betrieb der Wohnanlage ist uns ein hohes Anliegen. Die Anlage soll von Grünflächen geprägt sein, sowohl vertikal als auch horizontal.